Foto: Horst Jegen

Schleiereule

Kapital erhalten – Zukunft ermöglichen

Nordrhein-Westfalen verfügt über etwa 3.000 Naturschutzgebiete, oftmals unmittelbar an dicht besiedelte Flächen angrenzend. In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland leben immer noch etwa 40.000 Tier- und Pflanzenarten. Trotzdem sind die Lebensräume vieler Pflanzen und Tiere bedroht – und zwar auch am Niederrhein direkt vor unserer Haustür. Da der staatliche Naturschutz nicht alle notwendigen Aufgaben übernehmen kann, ist das ehrenamtliche Engagement verantwortungsvoller Bürger eine absolute Notwendigkeit. Doch mit Zeit, Arbeit und Ideen alleine kann unsere Natur nicht ausreichend geschützt werden.

Oft werden auch finanzielle Mittel benötigt – etwa für den Ankauf oder die Pacht lokaler Naturschutzflächen sowie für die Bezahlung von Fachkräften, die sich zum Beispiel um die professionelle Pflege von Kopfweiden oder um Landschaftsbereiche mit bedrohten Tier- oder Pflanzenarten kümmern. Um die dringend benötigten Mittel einzusammeln wurde im Jahr 2003 die »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften« gegründet.

Das Startkapital der Stiftung betrug damals 50.000,– Euro. Inzwischen hat es sich auf über 400.000,– Euro erhöht. Mit dem Geld unserer Stiftung werden viele unverzichtbare Projekte in der Region finanziert. Mithilfe des sicher angelegten Stiftungskapitals erwirtschaften wir kontinuierlich Zinsen, die wir für den Naturschutz einsetzen. Um die Grundlage unserer Stiftung nicht zu gefährden, betreiben wir eine konservative und risikoarme Geldanlagepolitik. Zur Zeit sind etwa 25% Prozent des Stiftungskapitals in Bundeswertpapieren angelegt, der Rest haben wir in Unternehmen investiert, die im Bereich erneuerbarer Energien tätig sind. Allerdings können wir nur durch den stetigen Zufluss neuer Finanzmittel nachhaltig arbeiten, ohne unser wertvolles Kapital anzugreifen – genauso wie die Natur nur leben kann, wenn wir ihr die benötigten Lebensgrundlagen lassen.

Sichern Sie unser aller Überleben! – Werden Sie Zustifter der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften«!Stiftungsbroschüre

Teichfrosch

Foto: Norman Schiwora

Gutes tun und darüber reden

Natürlich möchten unsere Stifter und auch die Öffentlichkeit wissen, was wir mit ihrem Geld tun. Um darüber zu informieren, welche gezielten Maßnahmen die »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften« bereits realisiert hat, erstellen wir jedes Jahr einen genauen Tätigkeitsbericht, in dem dazu alle Zustiftungen aufgeführt werden und in dem erkennbar wird, wo sich das Stiftungskapital aktuell befindet. Wie es in der Satzung der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften« festgelegt ist, dienen die Stiftungserträge der Erhaltung und Verbesserung der Natur unserer niederrheinischen Heimat. In den letzten beiden Jahren wurden zum Beispiel die Pflanzung einer Obstwiese mit 200 hochstämmigen Obstbäumen, die Wiederherstellung eines verwilderten Naturgartens und die Anschaffung von Nisthilfen für den Waldkauz und die Dohle gefördert. Inzwischen führt die Stiftung auch kleinere Eigenprojekte durch. Denn auch mit kleineren Beträge lassen sich nachhaltige Maßnahmen realisieren. Für Fledermäuse, für die Gallische Feldwespe oder auch zur Pflege von Kopfweiden.

Zusätzlich schreibt der Stiftungsvorstand der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften« die »Schleiereule« aus – ein Preis der im Februar 2007 erstmalig verliehen wurde. Damit würdigt die Stiftung den besonderen Einsatz für Engagement in der Natur. Die Schleiereule 2007 erhielt Ernst Schraetz für seinen unermüdlichen Einsatz im Naturschutz.

Der Naturschutzpreis »Schleiereule«Melden Sie sich bei uns, wenn Sie der Meinung sind, dass jemand für sein besonderes Engagement mit dem Naturschutzpreis ausgezeichnet werden sollte. Unterstützen Sie guten Taten! – Werden Sie Zustifter der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften«!

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Unsere Tätigkeitsberichte

  • 1 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008
  • 2 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009
  • 3 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010
  • 4 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011
  • 5 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012
  • 6 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013
  • 7 – Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014
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Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in Ihrem Geschäftsjahr 2008 zweckgebundene Spenden (Zustiftungen) in Höhe von € 28.512,42 erhalten. Ein Teil (€ 362,75) des Stiftungskapitales befindet sich am 31. Dezember 2008 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald weitere Zustiftungen eingehen und sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben, wird dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008.

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Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2009 Zustiftungen in Höhe von € 14.336,60 erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden in Höhe von € 160,88 für Büro- und Betriebsbedarf zugegangen. Ein Teil (€ 713,19) des Stiftungskapitales befindet sich am 31. Dezember 2009 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald weitere Zustiftungen eingehen und sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben, wird dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009.

3

Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2010 Zustiftungen in Höhe von € 52.997,97 erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden für die Förderung eines Waldkaufs in Brüggen (Kreis Viersen) in Höhe von € 1.600,– zugeflossen und € 200,– für den Fledermausschutz in Krefeld. Ein Teil des Stiftungskapitals (€ 389,24) befindet sich zum 31. Dezember 2010 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald weitere Zustiftungen eingehen und sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben, wird auch dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010.

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Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2011 Zustiftungen in Höhe von € 15.869,50 erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden für den Ankauf eines Kreiselmähers in Höhe von € 500,– zugeflossen und € 100,– für den Fledermausschutz in Krefeld. Ein Teil des Stiftungskapitals (€ 482,33) befindet sich zum 31. Dezember 2011 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald weitere Zustiftungen eingehen und sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben, wird auch dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011.

5

Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2012 Zustiftungen in Höhe von € 17.063,81 erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden für den Ankauf des Buchenniederwaldes »Baerspeschen« auf den Süchtelner Höhen in Höhe von € 3.490,42 zugeflossen. Ein Teil des Stiftungskapitals (€ 2.589,34) befindet sich zum 31. Dezember 2012 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald weitere Zustiftungen eingehen und sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben, wird auch dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012.

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Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2013 Zustiftungen in Höhe von € 27.185,– erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden für den Flächenkauf in Höhe von € 7.380,– und für den Schutz der Obstwiesen von € 1.200,– zugeflossen. Erstmals erhielt die Stiftung vom regionalem Energieversorger Vergütungen nach dem EEG von € 7.712,69. Diese resultieren aus einer Übertragung von Photovoltaikanlagen in das Stiftungsvermögen. Ein Teil des Stiftungskapitals und der zweckgebunden Spenden (€ 9.913,03) befindet sich zum 31. Dezember 2013 noch auf dem Konto 2 020 202 001 der Volksbank Krefeld. Sobald sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben und eine naturschutzwürdige Fläche zum Kauf ansteht, wird auch dieser Betrag langfristig angelegt bzw. ausgeschüttet … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013.

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Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften hat in ihrem Geschäftsjahr 2014 Zustiftungen in Höhe von € 108.826,98 erhalten. Ferner sind der Stiftung zweckgebundene Spenden in Höhe von € 7.915,58 zugeflossen, wofür € 5.000,– für den Flächenerwerb und € 2.915,58 für Landschaftspflegemaßnahmen bestimmt waren. Seit 2014 ist es auch möglich, unten auf dieser Internetseite direkt online zu Spenden. Hierdurch erhielt die Stiftung € 299,80 an Spenden, die keiner Zweckbindung unterliegen. Die Vergütung nach dem EEG durch den regionalen Energieversorger betrug € 7.760,44. Diese resultiert aus einer Übertragung von Photovoltaikanlagen in das Stiftungsvermögen. Ein Teil des Stiftungskapitals (€ 7.354,49) befindet sich zum 31. Dezember 2014 noch auf dem Konto DE88 3206 0362 2020 2020 01 der Volksbank Krefeld. Sobald sich günstige Anlagechancen am Kapitalmarkt ergeben wird auch dieser Betrag langfristig angelegt … Zum vollständigen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014.

Feldwespennest

Foto: NABU

Neues Leben benötigt geschützte Räume

Neues Leben ist zart und angreifbar. Neugeborene Kinder benötigen die schützende Wärme ihrer Mutter. Neue Ideen brauchen Unterstützer und Menschen, die an sie glauben. Jeder Gärtner weiß, dass er seine jungen Setzlinge gegen die Unbilden von Wind und Wetter schützen muss. Genauso ist es auch in der freien Natur: Damit bedrohte Tierarten überleben können, müssen sie die Möglichkeit haben, ihre Nachkommen sicher großzuziehen. – Der Eisvogel zum Beispiel benötigt für seine Bruthöhlen natürlich entstandene Uferabbrüche an langsam fließenden oder stehenden klaren Gewässern. Doch im gesamten Bundesgebiet werden immer mehr Gewässer zugeschüttet, ausgebaut oder reguliert, und befestigte Böschungen verhindern die Entstehung von Uferabbrüchen, die für das Überleben des seltenen Vogels so wichtig sind. Durch die Renaturierung von Bachläufen und Feuchtgebieten werden wieder sichere und attraktive Lebensräume geschaffen. Für den Eisvogel, den Teichfrosch, die Sumpf-Schwertlilie und viele andere bedrohte Arten. Unsere Stiftung konnte seit ihrer Gründung schon in vielen Fällen zur Finanzierung von Gewässerrenaturierungen beitragen.

Schützen Sie neues Leben! – Werden Sie Zustifter der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften«!

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Unsere Projekte

  • 1 – Projektdokumentation Buschwindröschen im Hülser Bruch – 2006
  • 2 – Projektdokumentation Heulukenkasten auf dem Heilmannshof – 2009
  • 3 – Projektdokumentation Frühjahrsblüher am Heilmannshof – 2010
  • 4 – Projektdokumentation Feuchtwiese durch Flächentausch – 2011
  • 5 – Projektdokumentation Fledermausbiotop im Niepkuhlen-Bunker – 2011
  • 6 – Projektdokumentation Kopfweide auf dem Heilmannshof – 2011
  • 7 – Projektdokumentation Nistkästen auf dem Heilmannshof – 2011
  • 8 – Projektdokumentation Storchenbaum im Latumer Bruch – 2011
  • 9 – Projektdokumentation Höhlenbrüterschutz im Stadtwald Krefeld – 2011
  • 10 – Projektdokumentation Fledermaustaschen am Heilmannshof – 2011
  • 11 – Projektdokumentation Schutz des Feldsperlings – 2012
  • 12 – Projektdokumentation Erhaltung der Heidemoore – 2012
  • 13 – Projektdokumentation Krefelder Naturdenkmäler – 2013
  • 14 – Projektdokumentation Ein Quartier für die Wasserfledermaus – 2013
  • 15 – Projektdokumentation Flachskuhlen am Niederrhein – 2013
  • 16 – Projektdokumentation Obstbäume für Willich – 2013
  • 17 – Projektdokumentation Kopfbuchen Naturschutzhof – 2013
  • 18 – Projektdokumentation Kiesgrube Carstanjen – 2014
  • 19 – Projektdokumentation Birnenreihe in Krefeld-Traar – 2014
  • 20 – Projektdokumentation Neophyten im Hülser Bruch – 2014
  • 21 – Projektdokumentation Ulmenbusch Lookdyk – 2014
  • 22 – Projektdokumentation Natur in NABU-Hand – 2014
  • 23 – Projektdokumentation Orbroicher Wiesengraben – 2014
  • 24 – Projektdokumentation Obstwiese Umweltzenrum – 2014
  • 25 – Projektdokumentation Neophyten im Heidebiotop – 2014

1

Projektdoku Buschwindröschen

In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens prägt das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) im zeitigen Frühjahr ganze Waldbestände und Gebüschsäume. Es gilt allgemein als verbreitet bis häufig und mäßig anspruchsvoll was die Bodenbeschaffenheit ihres Standortes anbelangt. Man findet sie daher in reinen Buchenbeständen, Eichenmisch- und Edellaubholzwäldern nährstoffhaltiger Ausprägung. Auf mäßig sauren bis alkalischen und mäßig trockenen bis mäßig feuchten Böden. Die Art besitzt eine weite ökologische Amplitude, wie der Botaniker sagen würde. Der linke Niederrhein liegt auch nicht am Rande des Verbreitungsareals der Art, so dass man mutmaßen könnte, dass klimatische Gründe für die Seltenheit in Krefeld verantwortlich sind. Zur Projektdokumentation Buschwindröschen im Hülser Bruch – 2006.

2

Projektdoku Heulukenkasten

Im Norden Krefelds liegt der Landschaftspark Heilmannshof in der eiszeitlich geprägten Altstromrinne der Nieper Kuhlen. Das reich gegliederte Areal bietet auf 5,5 ha Fläche einen parkartigen Teil, in dem ein Gehölzgarten mit über 400 Baum- und Straucharten zum verweilen einlädt. Im östlichen und südöstlichen Bereich finden sich aber auch ursprünglich anmutende Bestände von Erlenbruch- und Edellaubholzwäldern mit Resten natürlicher Verlandungsvegetation an den Gewässerufern. Die Häuser sowie der Park stehen unter Denkmalschutz und die Eigentümerfamilie Leendertz wurde für ihre Bemühungen um den Erhalt und die Pflege dieser gewachsenen Landschaft 2002 mit dem Denkmalpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Zur Projektdokumentation Heulukenkasten auf dem Heilmannshof – 2009.

3

Projektdoku Frühjahrsblüher

Im Norden Krefelds liegt der Landschaftspark Heilmannshof in der eiszeitlich geprägten Altstromrinne der Nieper Kuhlen. Das reich gegliederte Areal bietet auf 5,5 ha Fläche einen parkartigen Teil, in dem ein Gehölzgarten mit über 400 Baum- und Straucharten zum verweilen einlädt. Im östlichen und südöstlichen Bereich finden sich aber auch ursprünglich anmutende Bestände von Erlenbruch- und Edellaubholzwäldern mit Resten natürlicher Verlandungsvegetation an den Gewässerufern. Die Häuser sowie der Park stehen unter Denkmalschutz und die Eigentümerfamilie Leendertz wurde für ihre Bemühungen um den Erhalt und die Pflege dieser gewachsenen Landschaft 2002 mit dem Denkmalpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Zur Projektdokumentation Frühjahrsblüher am Heilmannshof – 2010.

4

Projektdoku Flächentausch

Im Norden Krefelds, direkt an der Grenze zum Kreis Viersen, befindet sich das circa 100 Hektar große Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch. Es wird durch eine breite im Nieder- und Mittelterrassenbereich verlaufende Altstromrinne geprägt. In ihr befindet sich der begradigte Lauf des Flöthbachs mit seiner überwiegend als Grünland genutzten Aue. Das gesamte Gebiet weist noch eine typische kulturhistorisch bedingte räumliche Gliederung auf, die sich dadurch auszeichnet, dass die Grünlandbereiche regelmäßig von kleinen eingestreuten Waldparzellen unterbrochen werden. Diese wurden früher als Nieder- oder Mittelwald bewirtschaftet und bestehen vorwiegend aus Erlen, Eschen und Stieleichen. Zur Projektdokumentation Feuchtwiese durch Flächentausch – 2011.

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Projektdoku Niepkuhlen-Bunker

Die Niepkuhlen-Bunker an den Riethbenden ist das Ergebnis jüngster Deutscher Geschichte. An ihrem Anfang stand der Tod des Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (2. August 1934) und die darauf folgende Vereidigung der Reichswehr auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler am 2. August 1934. Das Deutsche Reich besaß zu dieser Zeit keine nennenswerten Befestigungsanlagen mehr, da nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg die Zerstörung dieser Bauten im Versailler Vertrag geregelt wurde. Die auf Betreiben Adolf Hitlers zustande gekommene Revision des Versailler Vertrages schloss auch den Neubau größerer Befestigungsanlagen im Osten und Westen des Deutschen Reiches ein. Die im März 1936 erfolgte Besetzung der entmilitarisierten Zone westlich des Rheins war ein provokativer Verstoß der Wehrmacht gegen einen zentralen Punkt des Versailler Vertrages. Da ein Eingreifen der Siegermächte, insbesondere der Franzosen, nicht ausgeschlossen werden konnte, begann man umgehend nach geeigneten Standorten für den Bau neuer Bunkeranlagen zu suchen. Zur Projektdokumentation Fledermausbiotop im Niepkuhlen-Bunker – 2011.

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Projektdoku Kopfweide

Im Norden Krefelds liegt der Landschaftspark Heilmannshof in der eiszeitlich geprägten Altstromrinne der Nieper Kuhlen. Das reich gegliederte Areal bietet auf 5,5 ha Fläche einen parkartigen Teil, in dem ein Gehölzgarten mit über 400 Baum- und Straucharten zum Verweilen einlädt. Im östlichen und südöstlichen Bereich finden sich aber auch ursprünglich anmutende Bestände von Erlenbruch- und Edellaubholzwäldern mit Resten natürlicher Verlandungsvegetation an den Gewässerufern. Die Häuser sowie der Park stehen unter Denkmalschutz und die Eigentümerfamilie Leendertz wurde für ihre Bemühungen um den Erhalt und die Pflege dieser gewachsenen Landschaft 2002 mit dem Denkmalpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Zur Projektdokumentation Kopfweide auf dem Heilmannshof – 2011.

7

Projektdoku Nistkästen

Im Norden Krefelds liegt der Landschaftspark Heilmannshof in der eiszeitlich geprägten Altstromrinne der Nieper Kuhlen. Das reich gegliederte Areal bietet auf 5,5 ha Fläche einen parkartigen Teil, in dem ein Gehölzgarten mit über 400 Baum- und Straucharten zum Verweilen einlädt. Im östlichen und südöstlichen Bereich finden sich aber auch ursprünglich anmutende Bestände von Erlenbruch- und Edellaubholzwäldern mit Resten natürlicher Verlandungsvegetation an den Gewässerufern. Die Häuser sowie der Park stehen unter Denkmalschutz und die Eigentümerfamilie Leendertz wurde für ihre Bemühungen um den Erhalt und die Pflege dieser gewachsenen Landschaft 2002 mit dem Denkmalpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Zur Projektdokumentation Nistkästen auf dem Heilmannshof – 2011.

8

Projektdoku Storchenbaum

Das Latumer Bruch ist ein großer und unzerschnittener Landschaftsteil im Südosten Krefelds. Charakteristisch für dieses Gebiet sind zwei ausgeprägte Altstromrinnen mit ihren Bruchwäldern und ein zentraler Offenlandbereich der überwiegend als Grünland genutzt wird. Mit Inkrafttreten des Landschaftsplans der Stadt Krefeld wurde das Latumer Bruch 1992 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Bruchwälder, die sich überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, waren auch hier durch nach dem 2. Weltkrieg gepflanzte Pappeln, beeinträchtigt. Die Bestände waren aber alle nahezu hiebsreif, so dass die Umwandlung zu einem standortgerechten Erlenbruch bzw. Erlen-Eschenwald schnell vorangetrieben werden konnte. Hierzu wurden die Hybrid- und Balsampappeln im Kahlschlag geerntet und die Flächen anschließend aufgeforstet. Ein Flurbereinigungsverfahren schuf die Voraussetzungen zur teilweisen Vernässung der Altstromrinnen und die Schaffung von Pufferzonen zu den großen Ackerflächen außerhalb des Naturschutzgebietes. Die Extensivierung der Grünlandstandorte im zentralen Offenlandbereich und die Anlage von Kleingewässern wurden eingeleitet. Zur Projektdokumentation Storchenbaum im Latumer Bruch – 2011.

9

Projektdoku Höhlenbrüterschutz

Der Seidenfabrikant Wilhelm Deuß (1827 bis 1911) schenkte der Stadt Krefeld 1897 ein ca. 35 Hektar großes Areal mit der Auflage einen für die Krefelder Bevölkerung zugänglichen Stadtpark zu errichten. Nach einem Entwurf des Düsseldorfer Gartenarchitekten Fritz Rosorius entstand ein Landschaftspark im Englischen Stil des 19. Jahrhunderts. Vor der im Einfluss des Jugendstils errichteten Stadtwaldschänke mit Musikpavillon befindet sich ein großer Weiher der von ausgedehnten Wiesen- und Waldflächen umgeben wird. Ein geschwungenes Wegenetz erschließt die gesamte Anlage. Im Jahr 1907 spendete Wilhelm Deuß der Stadt Krefeld 50.000,00 Mark und ermöglichte somit den Zukauf von 17,5 Hektar Land zur Erweiterung des Krefelder Stadtwaldes. Ein Areal von 32 Hektar Größe erwarb die Stadt Krefeld 1911 und schloss so eine Lücke zum bereits bestehenden Großhüttenpark, der 1926 dem Stadtwald angegliedert wurde und seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Im selben Jahr wurden auch die Bereiche der Vreed und 1927 der Flohbusch ein Teil des Stadtwaldes (Spelten 1935, Rembert 1957). Zur Projektdokumentation Höhlenbrüterschutz im Stadtwald Krefeld – 2011.

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Projektdoku Fledermaustaschen

Im Norden Krefelds liegt der Landschaftspark Heilmannshof in der eiszeitlich geprägten Altstromrinne der Nieper Kuhlen. Das reich gegliederte Areal bietet auf 5,5 ha Fläche einen parkartigen Teil, in dem ein Gehölzgarten mit über 400 Baum- und Straucharten zum Verweilen einlädt. Im östlichen und südöstlichen Bereich finden sich aber auch ursprünglich anmutende Bestände von Erlenbruch- und Edellaubholzwäldern mit Resten natürlicher Verlandungsvegetation an den Gewässerufern. Die Häuser sowie der Park stehen unter Denkmalschutz und die Eigentümerfamilie Leendertz wurde für ihre Bemühungen um den Erhalt und die Pflege dieser gewachsenen Landschaft 2002 mit dem Denkmalpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet. Zur Projektdokumentation Fledermaustaschen am Heilmannshof – 2011.

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Projektdoku Feldsperling

Im Krefelder Ortsteil Traar befindet sich östlich des Papendyk ein kleiner landwirtschaftlicher Biobetrieb der Gemüse für die regionalen Bioläden anbaut. Die extensive Ackernutzung und der Verzicht auf Pestizide sind die Grundlage für eine insekten- und blütenreiche Kulturlandschaft. Zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit werden jährlich wechselnde Bereiche der Produktionsflächen zur Gründüngung mit »Bienenfreund« (Phacelia tanacetifolia) eingesät, was nicht nur aus landschaftsästhetischer Sicht eine Bereicherung darstellt. Zur Projektdokumentation Schutz des Feldsperlings – 2012.

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Projektdoku Erhaltung der Heidemoore

Nährstoffarme sandige Böden charakterisieren den Grenzwald, der sich im Westen des Kreises Viersen von Norden nach Süden an der deutsch-holländischen Grenze entlangzieht. Großflächig wird diese weiträumige Dünenlandschaft von Kiefernwäldern geprägt. In die Täler sind inselartig kleine Heidemoore eingestreut. Während die lichten Kiefernbestände an den Rändern der Heidemoore erwünscht sind und erhalten werden sollten, ist das Vordringen des Nadelbaumes ins Zentrum des Biotops einzudämmen. Denn hier verdrängt der Aufwuchs junger Kiefern viele seltene und gefährdete Pflanzenarten. Um die Heidemoore in ihrer jetzigen Ausprägung zu erhalten, sind daher in regelmäßigen Abständen die Gehölze im Rahmen einer Pflegemaßnahme zu entnehmen. Zur Projektdokumentation Erhaltung der Heidemoore – 2012.

13

Projektdoku Krefelder Naturdenkmäler

Der Landschaftsplan der Stadt Krefeld erlangte seine Rechtskraft durch Bekanntmachung am 19. Dezember 1991. Neben vielen anderen Festsetzungen und Schutzverordnungen wurden auch 75 Naturdenkmäler im Krefelder Stadtgebiet gesichert. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Denkmäler handelt es sich um Einzelbäume, Baumgruppen oder Alleen. In wenigen Einzelfällen wurden auch Findlinge als stumme Zeugen der früheren Inlandsvereisung während der letzten Eiszeit unter Schutz gestellt. Zur Projektdokumentation Krefelder Naturdenkmäler – 2013.

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Projektdoku Ein Quartier für die Wasserfledermaus

Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) ist eine von bisher 25 Fledermausarten, die in der Bundesrepublik Deutschland nachgewiesen wurden. Sie gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae), die mit 23 verschiedenen Arten bei uns heimisch sind oder waren. Die Hufeisennasen (Rhinolophidae) stellen die beiden weiteren Vertreter dar. Die Kenntnisse zur Verbreitung der Fledermäuse in Krefeld sind auch heute noch sehr lückenhaft. In seiner Arbeit »Die Wirbeltiere von Krefeld und Umgebung«, die anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Krefeld veröffentlicht wurde und bei Schnell & Schnell (1971), die sich mit den Wirbeltieren im Ostteil des Kreises Kempen-Krefeld auseinandersetzt. Zur Projektdokumentation Ein Quartier für die Wasserfledermaus – 2013.

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Projektdoku Flachskuhlen am Niederrhein

Nach dem Ende der letzten Eiszeit vollzog sich der Übergang zum Ackerbau. Dieser etwa um 8.000 v.Chr. einsetzende Prozess, der von einer aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise führte, ist für den so genannten »fruchtbaren Halbmond« belegt. Die Wiege des Ackerbaus führt vom Nildelta über Israel, den Libanon bis in die Ebene des Euphrat- und Tigrisbeckens. Angebaut wurden Gerste- und Weizenarten, ferner Wicken, Erbsen und Lein, deren Wildformen in diesem Gebiet beheimatet waren. Auf dem Weg über Kleinasien gelangte der Ackerbau früh nach Griechenland und über den Balkan nach Mitteleuropa (6.000 v.Chr.). Zu Beginn des Ackerbaus in Mitteleuropa wurden vor allem Emmer, Einkorn, Gerste, Erbse, Linse und Lein angebaut. Zur Projektdokumentation Flachskuhlen am Niederrhein – 2013.

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Projektdoku Obstbäume für Willich

Die Willicher Kolpingfamilie überlegte, wie sie den 200. Geburtstag von Adolph Kolping, der am 8. Dezember 2013 gefeiert wird, würdig und nachhaltig ehren könnte. Heraus kam ein wunderbares ökologisches Projekt: »200 Obstbäume für Willich!«. Der Pastoralreferent Dietmar Prielipp hatte die Projektidee und auch gleich das Konzept zur Verwirklichung erarbeitet. Die Willicher Bürger sollten durch eine Spende von € 50,– als Baumpaten die Umsetzung ermöglichen und so ihren Teil zum Geburtstag Adolph Kolpings beitragen. Für die Beratung und Planung, was zum Beispiel die Auswahl geeigneter historischer Obstsorten angeht, wandte man sich an den Naturschutzbund Deutschland (NABU) Bezirksverband Krefeld/Viersen. Zur Projektdokumentation Obstbäume für Willich – 2013.

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Projektdoku Kopfbuchen Naturschutzhof

Die Kopfweide, als Charakterbaum des Niederrheins, bestimmt in unserer Region stellenweise das Landschaftsbild der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft. Die Weiden wurden regelmäßig geköpft bzw. geschneitelt, um Ruten für die Korbflechterei oder Brennholz zu gewinnen. Zur Brennholzgewinnung wurden noch andere Baumarten geköpft, wenn gleich diese Form der Kopfholzwirtschaft lange nicht so verbreitet war wie die Nutzung der Weiden. Von daher begegnen uns Kopferlen, -eschen und -eichen nicht so häufig in der freien Landschaft. Wer als ganz große Besonderheit imposante Kopfbuchen erleben möchte, der muss sich auf den Weg zu den Süchtelner Höhen machen. Zur Projektdokumentation Kopfbuchen Naturschutzhof – 2013.

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Projektdoku Kiesgrube Carstanjen

Im Jahr 1899 erwarb die Duisburger Zementwarenfabrik Carstanjen das circa 10 ha große Gelände am Westfuß des Hülser Berges. An diesem Standort wurden bis ins Jahr 1985 hinein unter anderem Betonröhren aller Art produziert. Das Ausgangsmaterial hierfür wurde zum Teil aus einem auf dem Werksgelände befindlichen Baggersee gewonnen. Als die Firma Carstanjen ihren Betrieb einstellte, stand natürlich die Frage einer Folgenutzung im Raume. Die ökologische Wertigkeit der Industriebrache war bisher nicht bekannt und hätte somit bei weitergehenden Planungen keine Beachtung gefunden. So wurde eine umfassende tierökologische und vegetationskundliche Bestandsaufname des Werksgeländes beschlossen. Zur Projektdokumentation Kiesgrube Carstanjen – 2014.

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Projektdoku Birnenreihe in Krefeld-Traar

Für viele gehört der Frühling zur schönsten Zeit des Jahres. Die Natur erwacht, wenn sich die winterliche Schneedecke allmählich zurückzieht. Die Veilchen und Buschwindröschen bilden erste Farbtupfer und sind der Auftakt einer neuen Vegetationsperiode. Es gibt allerdings nicht nur unter den krautigen Pflanzen Frühlingsboten, sondern auch unter den Sträuchern und Bäumen. Bevor sich das Blattwerk entfaltet, steht die Schlehe bereits in voller Blüte und lässt auf eine reiche Ernte im Herbst für den guten Schlehenlikör hoffen. In den niederrheinischen Bongerten beginnt die Obstblüte, die unzählige Bienen und Hummeln magisch anzieht und so die Bestäubung der Bäume gewährleistet. Zur Projektdokumentation Birnenreihe in Krefeld-Traar – 2014.

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Projektdoku Neophyten im Hülser Bruch

Als Neophyten werden Pflanzenarten bezeichnet die nach dem Jahr 1492 bei uns eingewandert sind. Dies geschah teils unbeabsichtigt im Zuge zunehmender Handelsbeziehungen und Verkehrsströme aber eben auch gezielt durch Pflanzung oder Saat als Nutz- oder Futterpflanze. Eine große Rolle spielte hierbei die mitteleuropäische Gartenkultur, die zahlreiche Fremdarten zunächst in botanischen Gärten und Parks kultivierte, bevor sie den Weg in die Hausgärten fanden und von hieraus gelegentlich verwilderten. Diese vermeintliche Bereicherung der heimischen Pflanzenwelt ist durchaus kritisch zu sehen, wenngleich nicht alle Neophyten derart negative Auswirkungen mit sich bringen. Zur Projektdokumentation Neophyten im Hülser Bruch – 2014.

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Projektdoku Ulmenbusch Lookdyk

Bis kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde in Krefeld noch die traditionelle Niederwaldwirtschaft betrieben. Ein Niederwald wurde in Abhängigkeit seiner Größe in mehrere Schläge eingeteilt, die im Rota-tionsprinzip von circa 20 Jahren eingeschlagen wurden. Die Flächen wurden nicht wieder aufgeforstet, sondern man machte sich die Eigenschaft einiger Baum- und Straucharten zu Nutze, aus dem verbliebenen Wurzelstock wieder auszutreiben. In unserer Region waren dies vor allem die Schwarzerle (Alnus glutinosa), die Esche (Fraxinus excelsior), verschiedene Weidenarten (Salix spec.), die Hainbuche (Carpinus betulus), der Weißdorn (Crataegus spec.) und die Haselnuss (Corylus avellana). Zur Projektdokumentation Ulmenbusch Lookdyk – 2014.

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Projektdoku Natur in NABU-Hand

Ein Hauptziel der Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften war es von Anfang an, besonders wertvolle Flächen für den Naturschutz durch Ankauf dauerhaft zu sichern. Die Stiftung ist nur fördernd für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) Bezirksverband Krefeld/Viersen tätig und wird somit nicht selbst Eigentümer. Bestandteil der Förderung ist aber ein Eintrag ins Grundbuch, welche eine spätere Veräußerung an die Zustimmung der Stiftung knüpft. Der Stiftung selbst wird hierbei ein Vorkaufsrecht unter Anrechnung des bereits geleisteten Förderbetrages eingeräumt. Der Kauf von Grundstücken, egal ob es sich um Wald, Grünland oder Acker handelt, ist zunächst einmal mit großen Investitionen verbunden. Zur Projektdokumentation Natur in NABU-Hand – 2014.

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Projektdoku Orbroicher Wiesengraben

Im Norden Krefelds, direkt an der Grenze zum Kreis Viersen, befindet sich das circa 100 Hektar große Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch. Es wird durch eine breite, im Nieder- und Mittelterrassenbereich verlaufende Altstromrinne geprägt. In ihr befindet sich der begradigte Lauf des Flöthbachs mit seiner überwiegend als Grünland genutzten Aue. Durch einen Flächentausch besitzt der NABU Bezirksverband Krefeld/Viersen seit 2011 eine kleine Feuchtwiese in diesem Bereich. Sie wird nur noch zweimal im Jahr gemäht und nicht mehr gedüngt, wobei der erste Schnitt nicht vor dem 15. Juni erfolgen wird. Das Mahdgut wird abgetragen, um dadurch mittel- bis langfristig eine Ausmagerung (= Nährstoffentzug) des Standortes zu erzielen. Zur Projektdokumentation Orbroicher Wiesengraben – 2014.

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Projektdoku Obstwiese Umweltzenrum

Im Jahr 1899 erwarb die Duisburger Zementwarenfabrik Carstanjen das circa 10 ha große Gelände am Westfuß des Hülser Berges. An diesem Standort wurden bis ins Jahr 1985 hinein unter anderem Betonröhren aller Art produziert. Das Ausgangsmaterial hierfür wurde zum Teil aus einem auf dem Werksgelände befindlichen Baggersee gewonnen. Als die Firma Carstanjen ihren Betrieb einstellte, stand natürlich die Frage einer Folgenutzung im Raume. Die ökologische Wertigkeit der Industriebrache war bisher nicht bekannt und hätte somit bei weitergehenden Planungen keine Beachtung gefunden. So wurde eine umfassende tierökologische und vegetationskundliche Bestandsaufname des Werksgeländes beschlossen. Zur Projektdokumentation Obstwiese Umweltzenrum – 2014.

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Projektdoku Neophyten im Heidebiotop

Als Neophyten werden Pflanzenarten bezeichnet die nach dem Jahr 1492 bei uns eingewandert sind. Dies geschah teils unbeabsichtigt im Zuge zunehmender Handelsbeziehungen und Verkehrsströme aber eben auch gezielt durch Pflanzung oder Saat als Nutz- oder Futterpflanze. Eine große Rolle spielte hierbei die mitteleuropäische Gartenkultur, die zahlreiche Fremdarten zunächst in botanischen Gärten und Parks kultivierte, bevor sie den Weg in die Hausgärten fanden und von hieraus gelegentlich verwilderten. Diese vermeintliche Bereicherung der heimischen Pflanzenwelt ist durchaus kritisch zu sehen, wenngleich nicht alle Neophyten derart negative Auswirkungen mit sich bringen. Zur Projektdokumentation Neophyten im Heidebiotop – 2014.

Eisvogel

Foto: NABU/Tom Dove

Dauerhafter Nutzen für Mensch und Natur

In früheren Zeiten haben vor allem kinderlose Menschen ihr Vermögen häufig den Kirchen überlassen, oder es testamentarisch für wohltätige Zwecke bestimmt. Auch heute werden Stiftungen mit Geldern aus Nachlässen bedacht, da Menschen etwas hinterlassen wollen, das über den eigenen Tod hinaus Gültigkeit hat. Zustiftungen in den Kapitalstock einer Stiftung wirken dauerhaft, da das Kapital in ungeschmälerter Höhe erhalten bleiben muss. Aus dem gestifteten Kapital erwachsen dauerhaft Zinserträge, die für die Realisierung des Stiftungsziels, in unserem Fall der Erhaltung und Verbesserung der Natur unserer niederrheinischen Heimat, eingesetzt werden. Ein Geschenk an kommende Generationen, ein solider Baustein für das Fundament der Zukunft.

Und auch zu Lebzeiten ziehen Stifter und Natur Nutzen aus dem eingesetzten Kapital. Zustiftungen werden vom Staat durch besondere steuerliche Anreize gefördert. Sie können über mehrere Jahre steuerlich als einkommensmindernde Kosten abgesetzt werden. Darüber hinaus haben Stifter die Möglichkeit, weitgehenden Einfluss auf die Verwendung ihrer Gelder zu nehmen. Unter der Verwaltung der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften« können zum Beispiel spezielle Stiftungsfonds auf besondere Ziele oder Orte begrenzt werden. Und auf Wunsch tragen solche Fonds sogar den Namen des Stifters, um so im Dienste einer guten Sache dem langfristigen Gedenken einer Persönlichkeit oder der Werbung eines Unternehmens zu dienen.

Setzen Sie ein Zeichen für die Zukunft! – Werden Sie Zustifter der »Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften«!

Feuerfalter

Foto: NABU

Wir stehen für die Stiftung – damit für Natur und Umwelt eingestanden werden kann.

Steinkauz

Foto: NABU/Tom Dove